Mabon

Mabon – Herbsttages- und Nachtgleiche  

21. September

 

Der Name Mabon bedeutet´ „großer Sohn“ und hat seinen Namen nach dem keltischen Sonnenkönig Mabon erhalten.

Mabon verschwand der Legende nach, als er nur drei Nächte alt war. Seine Mutter, die Erde, leidete unsagbar. Obwohl niemand wusste, wohin er verschwunden war, wurde er schließlich von den am längsten auf der Erde lebenden Tiere, der Amsel, dem Hirsch, der Eule, dem Adler und dem Lachs gerettet. Mabon war in der Bauchhöhle der Mutter Erde (in der Anderswelt). Dies war und ist ein verzauberter Ort, aber auch ein Ort der Herausforderung. Nur an solch einen Ort konnte der Sohn der Erde wiedergeboren werden, als Sohn des Lichts.

Mabon TürkranzDie Kelten feierten daher das Fest als Veränderung. Sie schmückten ihre Türen und Fenster mit Kränzen aus Herbstblumen und Trauben (ähnlich wie wir es hierzulande auch noch tun).

Ein keltischer Brauch war es, die letzte Garbe des Feldes, feierlich mit Blüten und Bändern geschmückt, auf einem Erntewagen einzufahren. Diese Zeit war dem Herrn des Waldes geweiht und markierte den Übergang vom Herbst zum Winter.

Mabon 3

Jetzt beginnt die Zeit des Geschichtenerzählens, die Abende werden länger. Der Sommer ist nun vorbei und in unserer heutigen Zeit beginnt der Herbst. Die Ernte ist eingefahren, auf den Feldern stehen die Stoppel und leuchten herrlich gelb im Sonnenlicht. Auf den Stromleitungen sammeln sich die Vögel um sich auf ihren Weg in den Süden zu machen. Es ist die Zeit des Zusammenrückens.

Während sich die Frühlingstagundnachtgleiche auf die Fruchtbarkeit des Bodens konzentriert, ist es nun eher die Konzentration auf die „geistige Fruchtbarkeit“.

Für mich beginnt jetzt auch das nach „Innenschauen“…..was ist alles im vergangenen Jahr geschehen, wo stehe ich, wo ist die „Saat“ aufgegangen und wo nicht. Ich lasse los…auch wenn es manchmal schwer fällt, einen Weg – einen Plan aufzugeben. Aber ich weiß, die neue „Saat“ wartet darauf im neuen Frühjahr ausgebracht zu werden…und darauf freue ich mich. Ich schaue nach vorn und wenn einmal zurück, dann nur, um zu lernen.

Wer Lust hat, kann in der Zeit vom 21. September und 23. September folgendes kleine Ritual vollziehen:

Es werden dazu 3 Kerzen (in den Herbstfarben gold, braun und gelb) benötigt.

Ferner etwas Salz, Rosmarin und Artemesia (Beifuss) und davon ca. je einen Teelöffel voll.

Die Kerzen in einem Dreieck aufstellen. Dabei sollte die goldene Kerze (symbolisiert den Himmel) oben an der Spitze stehen, die braune Kerze (symbolisiert die Erde) rechts und die gelbe Kerze (symbolisiert das Korn) links.

Nun werden Salz, Rosmarin und Artemesia gemischt und auf einen Teller gegeben. Dieser Teller wird in die Mitte der Kerzen gestellt.

Nun die Kerzen, beginnend mit der braunen Kerze, im Uhrzeigersinn anzünden.

Jetzt kann jeder mit eigenen Worten und Gedanken der Natur, Himmel und Erde danken für die Nahrung, der Ernte und den Dingen, die für jeden Einzelnen von uns in diesem Jahr gelungen ist.

Wem nichts einfällt oder sich schwer tut geeignete Worte zu finden, hier ein kleiner Dank, welcher aufgesagt werden kann:

Der Kreis steht,

das Jahr dreht,

ruhende Kraft entsteht.

Im Wandel der Zeit,

jetzt ist Erntezeit.

Wir bekunden unseren Dank laut und weit.

Ein Segen für ein Segen,

so sagen es die alten Worte.

Ein Segen bringe ich euch heute

hier an diesem Orte.

Verweilt noch etwas vor den brennenden Kerzen, dann löscht sie und kehrt zurück in die Realität, ins Hier und Jetzt.

Die gemischten Kräuter werden rundherum um einen Lieblingsbaum verstreut und damit der Natur als Dank zurück gegeben.

Ich wünsche nun meinen Freunden, Klienten und Besuchern meiner Seite eine wundervolle Zeit mit einen eben solchen wundervollen bunten Herbst.