Samhain

Samhain….

…die Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November

Samhain

Für mich ist dies mein Jahreswechsel…mein wichtigster Feiertag, zusammen mit Beltane.

Die Kelten feierten das Fest Samhain als Beginn eines neues Jahres. Die Nacht vom 31.Oktober auf den 01.November symbolisiert den Übergang vom alten ins neue Jahr und auch für mich ist dies mein Jahresende bzw. -anfang. Die Druiden legten in dieser Zeit den Grundstock zu einem neuen Hain, indem sie die Samen für den werdenden Wald setzten.

Samhain IIEs ist die Nacht der offenen Pforten der Unterwelt, die Nacht der Hexen und Hexer, die der aufsteigenden Seelen. Die alten, weisen Frauen gingen zu ihren Ahnen, um sich ihren Rat einzuholen sowie um ihren Schutz und Segen zu bitten.

Es ist eine gute Nacht, um sich um seinen wahren inneren Kern zu kümmern. Wir leben so oft im Außen und vergessen, wer wir wirklich sind.

Wir können z.B. in dieser Nacht sehr gut ein Ritual zelebrieren, um altes, längst in uns gestorbenes, loszulassen

In diesem Jahr ist es mir ein Bedürfnis einen alten, wunderschönen Brauch wieder aufleben lassen.

In der heutige schnelllebigen Zeit sind wir es nicht mehr gewohnt, Briefe zu schreiben…einen Stift in die Hand zu nehmen und unseren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Ich werde dies heute Abend tun, so wie ich es immer tue, wenn mir ein Mensch sehr wichtig ist.

Heute schreibe ich einen Brief an meine Ahnen. An keinen bestimmten, obwohl das auch durchaus möglich ist, aber ich möchte ihnen danken…danken dafür, dass ich in ihre Ahnenreihe hinein geboren wurde….dass ich ein Teil ihrer Gemeinschaft sein darf und dass sie auf mich achten, mich begleiten und schützen.

Auch danke ich meinen Sternenkindern, die mich gelehrt haben, mich meinem Schmerz zu stellen….daran zu wachsen und meinen Erdenkindern eine gute Mutter zu sein.

Jeder kann diesen Ahnenbrief schreiben….es ist egal, ob mit Bleistift, Kugelschreiber oder Tinte. Ich zünde eine Kerze an und schaue mir schwarz-weiße, alte Bilder an….in einigen Gesichtern erkenne ich mich…aber es ist jedem selber überlassen, wie er dieses Ritual ausführt.

Heute Nacht dann, wenn ich draußen an meinem Naturaltar mit meinen Ahnen verbunden bin, werde ich ihnen diesen Brief laut vorlesen und ihn dann dem Feuer übergeben…der Wind trägt die Worte zu den Seelen und sie werden verstehen. Auch werde ich eine Sigille dem Feuer und Räucherwerk übergeben und die Ahnen bitten, mir die Kraft zu geben, diesen Wunsch frei zu lassen.

Die Zeit ist ebenfalls gut, um das Orakel zu befragen, idealerweise in Verbindung mit einer Orakelräucherung.

samhain

Um zu Samhain zu räuchern empfehle ich folgende Kräuter und Harze:

Eibe: Mit ihr treten wir leichter mit unseren Ahnen in Verbindung – sie wissen vom Leben und Tod.
  Wichtig: beim Verräuchern von der Eibe bitte nur eine geringe Menge verwenden und nur bei geöffneten Fenster!
Wacholder: Fördert den Ahnenkontakt und schützt vor negativer Energie
Holunder: Bietet Schutz und ist geeignet für den Übergangritus
Thuja: Wird auch „der Lebensbaum“ genannt – hilft uns, das Verdrängte wieder nach oben zu holen, damit es bewusst losgelassen werden kann
Eisenkraut: Der Kontakt zur anderen Seite ist möglich
Artmisia: Begleitet uns beim Trauerprozess
Lavendel: Hilft, den Schmerz der Trauer zu bewältigen
Kiefernharz: Schutz vor negativer Energie sowie vor allem Übel und Bösen

Das alte Samhain

„In des Waldes düstren Hallen
hört man leis die Blätter fallen.
Heute Wandersmann gib acht!
Geister huschen durch die Nacht. Tote Seelen gehen um,
rauschen wild ums Haus herum
und gar gruslige Gespenster
starren durch das Küchenfenster. Guter Wandersmann tritt ein,
wärme dich am Feuerschein.
Nimm dir Suppe, nimm dir Brot,
draußen tanzt Gevatter Tod. sing mit uns heut deine Lieder,
morgen ruh´n die Seelen wieder.
Es ist nur diese eine Nacht,
in der die Toten halten Wacht.“